Willkommen auf der Seite der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit



Wir laden sie herzlich zu den kommenden Veranstaltungen ein:



• 10. Juni 2015, 19.00 Uhr - Zimeliensaal, Universitätsbibliothek Osnabrück (Alte Münze 16)

Vortrag

Davidsstern und Eisernes Kreuz: Mit Gott für König und Vaterland. Deutschland und seine jüdischen Soldaten

PD Dr. Ludger Heid (Duisburg)

Organisiert in Kooperation zwischen der Neuesten Geschichte, Universität Osnabrück, der Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. und dem AK Geschichte der Juden der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen.
Eingeleitet und moderiert von Dr. Frank Wolff.

Erstmals im März 1813 beteiligten sich in Preußen-Deutschland Juden als Soldaten am Krieg. Sie eilten freiwillig zu den Fahnen, um sich gegen die napoleonische Besatzung zu erheben. Und damit begann eine 100-jährige deutsch-jüdische Militärgeschichte, die bislang ein historiographisches Schattendasein geführt hat. Dass sich Religion und Patriotismus sehr wohl verbinden ließen, kam in Predigten, Reden und Gebeten in den Synagogen schon in der Zeit der Freiheitskriege zum Ausdruck. Eine Besonderheit war die jüdische Militärseelsorge, die in der deutschen Heeresorganisation weder im Kriege noch im Frieden vorgesehen war. Im August 1914 hoffte die große Mehrheit der deutschen Juden, durch die Betonung ihrer patriotischen Überzeugung die letzten Hindernisse auf dem Weg der Eingliederung in die Gesellschaft zu überwinden. Allein im Ersten Weltkrieg zogen etwa 100.000 deutsch-jüdische Soldaten - der größte Teil freiwillig – für das kaiserliche Deutschland ins Feld. Das Vaterland hat es ihnen wenig gedankt. Im Gegenteil: Auf antisemitischen Druck kam es im Oktober 1916 zu der sogenannten „Judenzählung“, mit deren Hilfe das preußische Kriegsministerium den Anteil der Juden an der Front nachprüfen ließ – und damit die deutsch-jüdischen Soldaten stigmatisierte.

Priv.-Doz. Dr. Ludger Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist, Promotion 1982 (Universität Duisburg), Habilitation 1993 (Universität Potsdam), Venia legendi für Neuere Geschichte. Zahlreiche Publikationen zur deutsch-jüdischen Beziehungs- u. Literaturgeschichte und zum Ostjudentum, u.a.: Deutsch-Jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert (1992); Maloche – nicht Mildtätigkeit. Ostjüdische Arbeiter in Deutschland 1914-1923 (1995); Der ewige Judenhass (2000); Oskar Cohn. Ein Sozialist und Zionist (2002); Eduard Bernstein-Edition (2004); Briefwechsel Arnold Zweig/Ruth Klinger (2005), Ostjuden im Ruhrgebiet (2011); freier Mitarbeiter u.a. Süddeutschen Zeitung, Die Zeit, Die Welt, Jüdische Allgemeine. Mitherausgeber der Judacia-Reihe des Campus-Verlages Frankfurt.

Der Text entstammt der Vorstellungsseite des Fachbereichs Geschichte der Universität Osnabrück https://www.geschichte.uni-osnabrueck.de/abteilungen/neueste_geschichte/neuigkeitenveranstaltungen/davidstern_und_eisernes_kreuz.html

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• 16. Juni 2015, 19.00 Uhr - Remarque Friedenszentrum

Vortrag

In Stahlgewittern oder als Überläufer zur Natur? Ernst Jüngers Erlebnis und Wilhelm Lehmanns Deserteur und Luftmensch im 1. Weltkrieg

Prof. Dr. Uwe Pörksen (Freiburg)

In seinem Vortrag wird Uwe Pörksen Ernst Jüngers bis in die Gegenwart gelesenen und diskutierten Erlebnisbericht von den „Materialschlachten“ des ersten Weltkriegs den fast unbekannten Roman „der Überläufer“ von Wilhelm Lehmann gegenüberstellen.
Im Kontrast zu Jüngers Frühwerk handelt es sich bei Lehmanns Roman um eine nüchterne und radikale Absage an den Krieg, verkörpert durch einen Poeten, der ihn im gleichen Atemzug als Vergehen gegen die Ordnung der Natur wie als Zerstörung der Poesie erfährt.

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V., Literaturbüro Westniedersachsen, Germanistisches Kolloquium der Universität Osnabrück und Erich-Maria-Remarque Friedenszentrum

Eintritt: 5 €/erm.: 3 €



• 17. Juni 2015, 17.00 Uhr - Jüdischer Friedhof (Magdalenenstraße)

Führung

Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, erzählt über die Geschichte der auf dem Friedhof begrabenen Osnabrücker Persönlichkeiten und über jüdische Begräbniskultur.

Treffpunkt am Eingang. Die Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

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